Intels Chipset-Probleme in Servern


Aufgrund von Intels Problemen mit dem 820er und 840er Chipsets, die ja mit RAMBUS-Speicher arbeiten (sollten), schwenken einige Serverhersteller auf alternative Lösungen um.
Zum einen ist RAMBUS-Speicher zur Zeit noch zu teuer. Zum anderen bieten die genannten Chipsets nur wenig Ausbaumöglichkeiten aufgrund der max. 4 (840) RAMBUS-Slots - die auch noch das für Server wichtige ECC nur fehlerhaft unterstützen!

Die Rettung scheint von einem bisher relativ unbekannten Hersteller zu kommen: Serverworks. Diese Firma hat 3 Chipsets entwickelt, eines für Low-End-Server (LE), eins für High-End-Server (HE) und eins für Workstations (WS).

Alle diese Chipsets bieten Unterstützung für PC133-SDRAM - natürlich mit ECC. Das HE-Chipset sogar 4fach interleaved, was bis zu 4,1GB Bandbreite bedeutet (hoffentlich bald auch mit 266er DDR-SDRAM - was dann 8,2GB Durchsatz erlauben würde 8P ).


Artikel vom 30.3.2000 in The Register "Leak! Intel's server board strategy to 2002" (Auszug):

In Q2 this year, Intel will release two important revs in its future plans. The S440GE2 board will use Ultra160, fast CuMine technology, have a 100MHz spin and will use either a Hudson (5U) or Byrd (2U) chassis.

In Q1 next year, Intel will release the Juniper board, using Serverworks (Reliance) chipsets and supporting a dual Foster (Willamette) processor, and using the Hudson II chassis.


Laut dem obigen Artikel will Intel dieses Chipset wohl selber verwenden...
Und nicht nur Intel, sondern auch HP und Compaq wollen dieses Chipset für Ihre neueren Server einsetzen.
Mal sehen, wann der erste Test dieser Chipsets auftaucht.

Update (14.04.2000):
VIA hat einen Serverchipsatz mit 266er DDR-SDRAM und Dual-Athlon(Thunderbird/Mustang) angekündigt. Sollte man im Auge behalten.